Die tägliche Körperhygiene ist für einen gesunden Menschen das Selbstverständlichste der Welt. Patienten, die mit einer Strahlentherapie behandelt werden, stellen Waschen, Duschen und Eincremen oft vor eine Herausforderung, die aber nicht sein muss.
Früher wurde den Patienten für die gesamte Dauer einer Bestrahlungsserie das Waschen sogar komplett untersagt, weil man dachte, dass Waschen die Haut reize und die Strahlenreaktion verstärke. Doch gerade das Gegenteil ist der Fall: Bestrahlte Haut benötigt besonders intensive Pflege und Waschen (besonders mit Seife oder speziellen Produkten!) beugt weiteren Krankheiten vor. Durch die Bestrahlung verliert die Oberhaut massiv an Feuchtigkeit, somit wird die Haut rissig und das Infektionsrisiko wird erhöht. Keime können leichter eindringen, zusätzlich kommt es durch Schwitzen und Reibung zu Juckreiz und Hautirritation bis hin zu Dermatitis.
Der Feuchtigkeitsverlust setzt sofort mit Beginn der Strahlentherapie ein und ist zuerst gar nicht wahrnehmbar. Später können, abgesehen vom Bestrahlungsfeld, besonders die Körperteile betroffen sein, die stark transpirieren. Vor allem Hände und Füße, die über keine schützende Talgproduktion verfügen, sollten gut mit einer fetthaltigen Creme versorgt werden.
Waschen trotz Markierung
Ein großes Hindernis beim Waschen stellt für viele Patienten jedoch die Markierung des Bestrahlungsfeldes mittels Filzstift dar. Diese Markierungen sind notwendig, um bei jeder Bestrahlung die idente Lage bei Computertomografien bestimmen zu können. Es gibt jedoch Alternativen zum Filzstift, die die Körperhygiene vereinfachen: Eine davon ist Dr. Schlappack’s Marker Gel, das mit Hilfe des natürlichen blauen Farbstoffes Genipa americana eine semipermanente Markierung ermöglicht. Schwitzen, Sport treiben und normale Körperhygiene – auch ein Vollbad – stellen damit kein Problem mehr dar und geben den Patienten eine große Portion Lebensqualität zurück.
Besonders angenehm kann für den Patienten auch sein, die tägliche Reinigung mit einer sanften Massage zu verbinden und das Reinigungsmittel mit warmen Kamillenkompressen abzunehmen. Ein adstringierendes Tonikum wie Hamamelis hilft die Hautoberfläche zu schließen und eine feuchtigkeitsspendende Packung pflegt die bestrahlte Haut abschließend.



Heutzutage ist die Technologie in der Radioonkologie zwar schon sehr fortgeschritten und Nebenwirkungen wie Hautirritationen und -rötungen - verbrannte Haut - sind stark zurückgegangen, dennoch liegt die Haut immer im